Oralverkehr gehört zum Sex wie küssen und der Orgasmus. Es geht ohne, aber schöner wird es mit. Aber dennoch schwirren der Singlefrau meistens ein paar Gedanken durch den Kopf, die irritieren.

Zurück im Dating-Geschäft ist mein Bett an manchen Abenden nicht mehr halbvoll sondern angenehm gefüllt. Nicht immer mit ein und dem selben Herren. Ich gönn mir ein wenig Abwechslung. Alle Männer eint jedoch eine Vorliebe – die für Blowjobs. Man kann es ihnen nicht verübeln. Oralverkehr ist großartig, finden auch wir Mädels zumindest, wenn wir die sind, die liegen/stehen/sitzen und genießen.

Wenn wir den aktiven Part übernehmen, sieht das gelegentlich etwas anders aus. Dann tauchen dabei Fragen auf, die man im Eifer des Gefechts nicht stellen möchte. Oder aber die komplett das Thema verfehlen.

„Er hat mir gerade einen unfassbar großartigen Orgasmus mit seiner Zunge beschert. Jetzt kann ich ja wohl davon ausgehen, dass er seinen Penis gern in meinem Mund sehen würde. Oder?“

„Gut, dann löse ich mich mal aus der Umarmung und dreh ihn auf den Rücken. Er wird sich schon melden, wenn es ihm nicht geheuer ist.“

„Was der jetzt wohl von mir denkt, dass ich ohne seine Frage ihm einen blase.“

„Alles andere als sich zu freuen wäre dämlich. Das wird nämlich gut und macht beiden Spaß. Also mir zumindest.“

„Sind die Schenkelinnenseiten der Männer eigentlich auch erogen?“

„Fang ich jetzt mit Küssen an? Oder mit Knabbern?“

„Irgendwo habe ich mal gelesen, dass Männer es super finden, wenn die Frau beim Blowjob Augenkontakt hält.“

„Nee, also echt nicht. Wie soll das gehen? Anatomisch völlig unmöglich.“

„Außerdem hat er die Augen geschlossen und selbst wenn er sie aufschlagen würde, würde er aus der Position nur an die Decke starren.“

„Er gibt keinen Mucks von sich. Ist er gelangweilt?“

„Nein, ich werte das als gutes Zeichen. Ein Gentleman genießt und schweigt – heißt es doch so schön.“

„Gut, dass er am Sack rasiert ist. Gibt ja nichts Schlimmeres als Haare im Mund.“

„Oh, ein Geräusch vom Kopfende des Bettes. Es war ein wohliges Grunzen, nach Schmerz klang es zumindest nicht.“

„So, genug mit der Zunge gespielt, jetzt mal in die Vollen.“

„Ist da eigentlich was dran, dass der Samenerguss anders schmeckt, je nachdem was man gegessen hat. Wäre mal ne Feldstudie wert. Sag mir, was du isst und ich sag dir, wie du schmeckst?“

„Apropos, ich habe vergessen Quark zu kaufen. Verdammt, hoffentlich ist noch Joghurt da, sonst wird das Müsli ziemlich trocken morgen früh.“

„Ob er wohl über Nacht bleibt? Ich hab mein Bett ja schon sehr gern für mich allein.“

„Also, ich könnte schwören der Schwanz war eben nur ein Drittel so groß. Meine Herren, das war nicht abzusehen.“

„Oh Gott, da muss ich an einen meiner ersten Blowjobs denken. Ich war 17, allein mit meinem ersten Freund zu Haus und mir hakte der Kiefer aus. Schmerzhaft. Und wir saßen schon im Auto auf dem Weg zum Zahnarzt als er wieder einrastete. Ich hätte es nicht erklären wollen … Konnte ja aber auch nicht mehr reden.“

„Gut, dass ich kein Trauma davon getragen habe. Es macht einfach zu viel Spaß.“

„Ihm offensichtlich auch, unüberhörbar.“

„Puh, mir geht die Puste aus. Ob er es schlimm findet, wenn ich mal kurz die Hand zu Hilfe nehme?“

„Okay, neuer Anlauf. Wie tief ist eigentlich dieses  ‚deep throat‘ und kann man dabei ersticken?“

„Vermutlich. Das ist fast so gut wie Kiefer ausrenken.“

„Angeblich faken Prostituierte ja einen Blowjob. Nicht, dass ich das wollte, aber wie macht man das?“

„Manmanman, der feine Herr genießt, das dauert aber auch … Oder mache ich etwas falsch?“

„Seinen Lauten zu urteilen nicht. Das klingt alles sehr zustimmend.“

„Mal sehen, was ich mit meinen Händen noch so anstellen kann. Vermutlich haut er mir gleich auf die Finger, wenn ich mich seinem Hintern nähere.“

„Nein, tut er nicht. Gut, einer der Kerle, die wissen, dass sie dort auch lustvolle Nerven haben und nicht gleich Angst bekommen, sie könnten schwul sein.“

„Will er wohl in mir kommen? Oder traut er sich das nicht?“

„Die alles entscheidende Frage: Wie schmeckt sein Sperma?“

„Jetzt ‚Wie war ich?‘ zu fragen ist oberdämlich. Aber wissen würde ich es schon ganz gern.“